G-Fans-Blog

Die G-Fans gehen in die 2. Runde

Eisbären - Wolfsburg 3:4 n.V. - Endstand (Tor: Tallackson (20./PP), Felski (40.) & TJ Mulock (60./6-5))

Der EHC

Fakten und Daten rund um die Eisbären. Wer kommt, wer geht und wie sieht’s im Hause aus.

Alles rund um die Spieler und die Trainer. Wer spielt diese Saison? Wie ist die Aufstellung und wie sieht der Kader der Eisbären Berlin aus! All das findest du hier.

Die O2-World

Unser neues zu Hause. Die O2-World kann den Welli nicht ersetzen, aber sicherlich wird es dort mindestens genau so schön. Eindrücke aus der Arena findest du hier!


Portrait

PortraitDie erfolgreichste Mannschaft, die besten Nachwuchsspieler und das attraktivste Eishockey. Spätestens mit den zwei gewonnenen Meisterschaften haben sich die Eisbären als Spitzenteam im deutschen Eishockey etabliert. Einst ausschließlich ein Kultklub mit einer interessanten Geschichte, sind die Eisbären inzwischen die Vorzeigeorganisation im deutschen Eishockey. Durch eine einmalige Entwicklungsstruktur für junge Spieler kamen in den letzten fünf Jahren 9 Spieler über die Eisbären zu ihrem ersten Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft.

Nächster Schritt: 2008 ziehen die Eisbären vom Wellblechpalast in die O2 World, die dann modernste Entertainment Arena in Europa.

Die sportlichen Wurzeln der heutigen Eisbären gehen auf den 15maligen DDR-Meister SC Dynamo Berlin zurück. Nach der Wende gehörten die Eisbären zu einem der wenigen Sport-Clubs aus den neuen Bundesländern, der sich auf höchster Ebene etablieren konnte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten Mitte der Neunziger machen sich die Eisbären vor allem durch die Auftritte auf internationaler Bühne europaweit einen Namen. Der Einstieg der Anschutz Entertainment Group 1999 läutet eine neue Ära der Eisbären ein. Professionelle Strukturen und wirtschaftliche Stabilität legen den Grundstein für die erfolgreichste Phase der Clubgeschichte.

Pierre PagéSeit der Saison 2002/2003 gelten die Eisbären als Trendsetter für offensives und attraktives Eishockey in der DEL. Das technisch versierte Team sorgte unter Trainer Pierre Pagé in den vergangenen drei Spielzeiten fьr die erfolgreichste Phase der Club-Geschichte und gewann zweidrittel seiner DEL-Spiele. Die erfolgreiche Ära wird am 19. April 2005 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Ein Jahr später verteidigen die Eisbären ihren Titel souverän.
Quelle: eisbaeren.de

Geschichte des Eishockeys in der DDR

DDR NationalflaggeNach der Staatsgründung der DDR 1949 war in der DDR der Eishockeysport noch immer genauso populär wie im restlichen Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf Berlin und dem Süden der DDR lag. 1949 ermittelten die Clubs erstmals den “Meister der DDR”, der – genauso wie 1950 – von der SG Frankenhausen kam.

1951 wurde die DDR-Oberliga mit sieben Clubs gegründet. Gründungsmitglieder waren: Einheit Berliner Bär (ab 1954 SC Einheit), VOPO Berlin (später SV/SC Dynamo Berlin), Wismut Frankenhausen, Vorwärts Crimmitschau (heute ETC Crimmitschau), BSG Chemie Ostglas Weißwasser (später SG Dynamo Weißwasser), Einheit Dresden und Fortschritt Apolda.

DDR EishockeyIn den folgenden Jahren kamen Motor Berlin, Uni Berlin, TSC Oberschöneweide, Dynamo (Empor) Rostock, ASK Vorwärts Berlin und Einheit Schönheide hinzu. Die Zahl der Berliner Mannschaften wurde später reduziert, indem für Motor Berlin Motor Chemnitz (später Motor Karl-Marx-Stadt), für Oberschöneweide Turbine Erfurt (später Vorwärts) kamen. Außerdem wurde in den 1950er Jahren Vorwärts Berlin nach Crimmitschau versetzt. Wie die gesamte Gesellschaft der DDR hatte auch der Sportbereich in den 1950ern unter der großen Abwanderungswelle zu leiden, die in Berlin besonders groß war, weshalb regelmäßig neue Clubs gegründet oder ausgelagert wurden, um eine größere Zahl an Clubs aus der Hauptstadt in der Oberliga zu haben.

Im September 1970 wurde Eishockey von der Staatsführung der DDR zusammen mit dem Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) der DDR Eishockey als “nicht förderungswürdige Sportart” eingestuft, weshalb mit Ausnahme der Dynamo-Mannschaften in Berlin und Weißwasser alle Eishockeyclubs aufgelöst und zu Hobbymannschaften degradiert wurden. Diese Mannschaften erhielten keinerlei finanzielle Zuwendungen und konnten somit meistens auch keinen Nachwuchs mehr aufbauen beziehungsweise unterhalten. Dabei konnte die Eishockey-Oberliga mit Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser nur durch Intervention des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke erhalten werden, der ein großer Freund des Eishockeysports war. So wurde der Eishockeysport in der DDR durch das Ministerium für Staatssicherheit und das Ministerium des Innern, das für die Dynamo-Clubs zuständig war, erhalten werden.

Die offizielle Begründung für die Auflösung der meisten Eishockeyclubs war die Kosten- und Devisenintensitivität des Sports, für den nach Ansicht des DTSB zur Erbringung von Spitzenleistungen neue Eishallen benötigt wurden. Da die meisten Ausrüstungsgegenstände in der DDR nicht hergestellt wurden, mussten Schläger, Schlittschuhe und anderes importiert werden. Darüber hinaus begründete Rudi Hellmann, damals Staatssekretär für Körperkultur und Sport:

“Wir brauchen zum Aufbau der sozialistischen Wirtschaft jede Mark. Um Eishockey zu betreiben, benötigt man jährlich die Finanzen von etwa zwei hochseefisch-verarbeitenden Kühlschiffen. Also, liebe Sportler, was brauchen wir dringender: Eishockey oder Kühlschiffe?” (Zitiert nach Lachmann)

Davon unabhängig wird behauptet, dass sich vor allem Eiskunstläufer und Eisschnellläufer an der Popularität des Eishockey störten und argumentierten, dass im Eishockey 25 Sportler nur eine Medaille gewinnen könnten, wogegen in den anderen Eissportarten jeder Sportler eine eigene Medaille erreichen könnte, die DDR somit mit den anderen Eissportarten weitaus leichter und – da auf die teure Ausrüstung verzichtet werden kann – auch weitaus kostengünstiger bessere Platzierungen in den Medaillenspiegeln erreichen.

Mit der Reduzierung der DDR-Oberliga auf zwei Mannschaften verloren vor allem die Berliner Dynamos schnell an Zuschauergunst, während in Weißwasser noch bis zur letzten DDR-Meisterschaft 1990 häufig bis zu 15.000 Zuschauer ins Kunsteisstadion kamen.

Trotzdem gelang es der DDR-Nationalmannschaft gemessen an den äußeren Umständen erstaunliche Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften zu erreichen, was einigen DDR-Funktionären ein Dorn im Auge war, weshalb die DDR 1971 auf die Teilnahme an der A-Weltmeisterschaft verzichtete und bei einigen B-Weltmeisterschaften auf Anweisung der Sportführung die letzten Spiele verlieren musste, um den Aufstieg zu verhindern.

SC DynamoIm Rahmen der Wende in der DDR nahmen die Klubvorsitzenden aus Berlin und Weißwasser Dieter Waschitowitz und Rüdiger Noack bereits im Dezember 1989 Kontakt mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) auf, um die Aufnahme der DDR-Clubs in die BRD-Bundesliga im Falle einer Wiedervereinigung zu klären. Die Nachfolgevereine – die Sektion Eishockey des SC Dynamo Berlin hatte sich am 21. März 1990 als EHC Dynamo Berlin ausgegliedert, die SG Dynamo Weißwasser war zum PEV Weißwasser geworden – wurden am 10. Mai 1990, also knapp fünf Monate vor der staatlichen Wiedervereinigung in den DEB aufgenommen und konnten in der Saison 1990/91 in der Bundesliga spielen.

Kurios: Die Bronzemedaille für die Europameisterschaft 1966 erhielt das DDR-Team erst 1999. Zuvor wurden in die EM-Wertung fälschlicherweise die Spiele gegen Kanada und die USA mit eingerechnet, wodurch Schweden den dritten Platz zuerkannt bekam.