CAS sperrt BUSCH für 2 Jahre
25. Juni 2009 in News
CAS kennt keine Gnade im Fall des Berliners. Hammerurteil gegen Florian Busch!
Einen herben Rückschlag in seiner Karriere muss Florian Busch verkraften.
Wie der internationale Sportgerichtshof CAS am Dienstag bekannt gab, wird der Center der Eisbären Berlin bis zum 21. Februar 2011 aus dem Verkehr gezogen. Am 6. März 2008 hatte der deutsche Nationalspieler eine Doping-Kontrolle verweigert. Seitdem schlägt der “Fall Busch” Wellen im Eishockey – mit einem bitterbösen Ende für den 24-Jährigen.
Florian Busch
Harte Strafe: Der CAS sperrte Florian Busch von den Eisbären für zwei Jahre.
© imago ZoomansichtVom Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war Busch lediglich verwarnt und zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro sowie gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Das schmeckte der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA aber überhaupt nicht. Sie versuchte, einen Start Buschs bei der WM in Kanada 2008 zu verhindern und ging gleichzeitig beim CAS in Berufung. Und der Sportgerichtshof erhörte die Forderung nach drastischen Maßnahmen. Die WADA hatte somit gegen zwei Entscheidungen beim CAS Berufung eingelegt: Zum einen gegen das Urteil des Adhoc-Schiedsgerichtes des Deutschen Sportbundes (DOSB), zum anderen gegen den Eishockey- Weltverband IIHF wegen der Zulassung Buschs für die WM. Busch darf nun bis zum Ablauf der Sperre weder national noch international eingesetzt werden.
Nun also doch. Das scheinbar endlose Durcheinander um den Eishockeyprofi Florian Busch von den Eisbären Berlin hat ein Ende gefunden – zumindest vorerst. Der Nationalspieler, der am 6. März 2008 eine von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) in Auftrag gegebene unangemeldete Trainungskontrolle verweigert hatte, wurde vom Internationale Sportgerichtshof (Cas) mit einer zweijährigen Sperre bis zum 21. Februar 2011 belegt. Damit wird Busch die Eishockey-WM 2010 in Deutschland verpassen.
Die Entscheidung des Cas kommt überraschend, hatte ein Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) Busch zunächst doch nur verwarnt und zu einer Geldstrafe von 5000 Euro sowie gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Dagegen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) Berufung beim Cas eingelegt und zugleich versucht, den WM-Start Buschs zu verhindern. Nach der WM war Busch allerdings nicht mehr für die Nationalmannschaft aufgelaufen. Mit seinem Klub, den Eisbären, holte er jedoch die Meisterschaft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).
Buschs Anwalt Klaus Sturm hatte noch nach der Verhandlung vor dem Cas am 22. April auf einen Freispruch seines Mandanten gehofft. „Nach der Anhörung steht für mich fest, dass Florian seine Probe nicht verweigert hat“, sagte Sturm. Weiterhin äußerte Sturm Bedenken, ob eine Sperre für die Nationalmannschaft sich auch auf den der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) übertragen könnte. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte angedeutet, dass eine mögliche vom Internationalen Sportgerichtshof verhängte Sperre auch für den Spielbetrieb der Liga gelten könnte. Sollte die DEL diesen Schritt gehen, hat Buschs Anwalt Sturm in jedem Fall mit weiteren rechtlichen Schritten gedroht. Gut möglich also, dass die Posse um Florian Busch noch nicht beendet ist.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.06.2009)
Tags: berlin, busch, deb, del, deutschland, Deutschlands, doping, ehc, eisbären, eishockey, entscheidung, florian, gegen, liga, nada, nationalmannschaft, nationalspieler, skandal, sperre, wie
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10 Kommentare › Kommentar schreiben
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- Moeppy zu
Eisbären Berlin – Augsburger Panther 2011-11-18:kann leider wieder nicht dabei sein…
- Moeppy zu
Eisbären Berlin – Kölner Haie 2011-10-21:man man man... da ging das ja am en…
- Moeppy zu
Eisbären Berlin – Kölner Haie 2011-10-21:au man... scheisse... ausgleich.
- Moeppy zu
Eisbären Berlin – Kölner Haie 2011-10-21:jo geil... bis jetz haben wir gewon…
- Moeppy zu
Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2011-10-16:Heute gehts los.... mal sehen ob ic…
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Diese Woche ist Eiszeit-Woche. Heute um 16.45 Uhr sowie morgen um 18.45 Uhr und 22.45 Uhr läuft die neue Ausgabe der Eisbären-Show auf tvb!
was neues
http://www.bz-berlin.de/sport/eisbaeren/eisbaer-florian-busch-spielt-trotz-sperre-article527740.html
das hört sich ja mal richtig gut an…endlich mal gute nachrichten…dann kann die saison ja starten….
also ich ziehe auf jedenfall beim ersten Heimspiel, det Buschi Trikot an, um zu zeigen das wir zu ihm halten
ich drück ganz fest die daumen das alles jut wird und Buschi weiter in der DEL spielen darf
[quote comment="6415"]also ich ziehe auf jedenfall beim ersten Heimspiel, det Buschi Trikot an, um zu zeigen das wir zu ihm halten
ich drück ganz fest die daumen das alles jut wird und Buschi weiter in der DEL spielen darf
[/quote]
werde ich auch tun, wenn ich beim ersten Heimspiel da sein sollte….
Quelle: Eishockeynews
„Fall Busch“: Erster Teilerfolg für die Anwälte des Berliners
Im „Kampf der Rechtsanwälte“ um die zweijährige Sperre für Eishockey-Nationalspieler Florian Busch (Eisbären Berlin/Foto: city-Press) haben die Anwälte des Spielers einen Teilerfolg verbucht. Das Schweizer Bundesgericht, bei dem die Busch-Vertreter Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS eingelegt hatten, forderte die CAS sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bis 31. August zu weiteren Stellungnahmen auf. Bis dahin sei die Umsetzung der Strafe zu unterlassen, teilte das Gericht mit.
„Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung”, erklärte Busch-Anwalt Georg Engelbrecht dem Sportinformationsdienst (SID). Damit kann die Deutsche Eishockey Liga (DEL) dem Lizenzantrag des Profis der Berliner Eisbären für die im September startende Spielzeit stattgeben.
Busch wurde wegen Verstoßes gegen Dopingrichtlinien vom CAS bis zum 21. Februar 2011 sowohl für internationale als auch nationale Spiele gesperrt. Der Spieler hatte am 6. März 2008 eine Dopingkontrolle zunächst verweigert und erst später nachgeholt. Die Probe stellte sich als negativ heraus.
Artikel vom 29.07.2009
hier noch der Link
Info BZ-Berlin vom 21.11.2009
Sperre gegen Busch aufgehoben
Von Marcel Stein 23. November 2009, 04:00 Uhr
Erst zum zweiten Mal kassiert das Schweizer Bundesgericht ein Sporturteil
Berlin – Erfolg gehört zum Leben des Florian Busch. Mit seinen erst 24 Jahren kann sich der Eishockeyprofi vierfacher Deutscher Meister nennen, beim EHC Eisbären Berlin spielt er in der ersten Sturmreihe und ist verantwortlich für das kreative Element. Derzeit freut sich Busch aber über einen Sieg ganz anderer Art, er ist vor Gericht als Gewinner hervorgegangen. Vielleicht war es der bislang wichtigste Erfolg für den Berliner.
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Am 6. November kassierte das Schweizer Bundesgericht ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes Cas. Dort war Busch am 23. Juni für zwei Jahre gesperrt worden, weil er im März 2008 eine Dopingprobe verweigert, dann aber verspätet – mit negativem Resultat – nachgeholt hatte. Laut dem Code der Weltantidopingagentur (Wada) wird ein verweigerter Test wie eine positive Probe behandelt.
Im Fall von Busch, dessen Sperre wegen der Berufung ausgesetzt war, allerdings nicht. Sein Anwalt Georg Engelbrecht hatte gegen das Urteil eine Rechtsbeschwerde eingelegt, die wurde nun “gut geheißen und der Entscheid der Vorinstanz wird aufgehoben”, erklärte das Bundesgericht. Bereits seit dem 11. November liegt der Beschluss bei Engelbrecht vor, allerdings wäre es ihm lieber gewesen, er wäre noch nicht publik geworden.
“Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine Cas-Entscheidung aufgehoben wird, deshalb wissen wir nicht, wie wir das einschätzen müssen”, sagt Engelbrecht. Zum zweiten Mal erst in der 25-jährigen Geschichte des Cas hat dessen Urteil kein Bestand. Im April 2007 erwirkte der Tennisprofi Guillermo Canas die Aufhebung eines Schiedsspruches. Jedoch wurde der Fall vor dem Sportgerichtshof nachverhandelt und die Sperre lediglich gekürzt.
Womöglich steht auch bei Busch eine Neuaufnahme des Verfahrens durch den Cas an. “Dazu müssen wir die Urteilsbegründung abwarten”, sagt Engelbrecht, der in etwa drei Wochen damit rechnet. Solange wären weiterführende Kommentierungen des Sachverhalts “fahrlässig”. Engelbrecht macht aber durchaus einen optimistischen Eindruck, dass der Fall bald zu den Akten gelegt werden kann. “Ich bin mehr als erleichtert, in Berlin kann man sich schon mal ein bisschen freuen”, sagt der Anwalt aus Kassel.
Grund für die Aufhebung der Sperre dürfte eine fehlende Schiedsgerichtsvereinbarung sein. Busch hatte nie die notwendige Athletenvereinbarung beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) unterschrieben. Deshalb ließ die Verteidigung die Zuständigkeit des Cas in diesem Fall prüfen. Das Gremium war ohnehin zu einem widersprüchlichen Entscheid gekommen. Zum einen wurde das letztinstanzliche nationale Schiedsgerichtsurteil (5000 Euro Geldbuße plus 56 Sozialstunden), das sich auf die fehlende Vereinbarung stützte, anerkannt. Zum anderen wurde dem Antrag der Wada entsprochen, Busch wegen des Einsatzes bei der WM Ende April 2008, wo er eine Vereinbarung für das Turnier unterzeichnet hatte, zu sperren.
Theoretisch bestünde für Florian Busch, einen der besten Eishockeyspieler des Landes, nun sogar die Möglichkeit, in den Kader für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver zu rücken. Nach Vancouver will auch die Berlinerin Claudia Pechstein. Die wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrte Eisschnellläuferin erwartet für Mittwoch ein Urteil des Cas. Sollte es nicht in ihrem Sinne ausfallen, hat Pechstein bereits angekündigt, das Schweizer Bundesgericht anzurufen. Dass der Weg dorthin lohnenswert sein kann, hat der Fall Busch gezeigt.